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10 Jahre AST-GmbH - Agrar-Service-Thüringen GmbH in Mühlberg 10 Jahre Umsetzung der regionalen landwirtschaftlichen Klärschlammverwertung in Thüringen 10 Jahre Umsetzung der Aufgaben die gemeinsam mit dem TMLNU Herr Minister Dr. Sklenar und dem Landesbauernverband Herr Dr. Unger zum Thema: „Umsetzung einer regionalen landwirtschaftlichen Klärschlammverwertung unter Beachtung eines nachhaltigen Bodenschutzes“ erörtert wurden, erfordern weiterhin verantwortungsbewusstes Handeln. Das Ziel –Akzeptanz zur Schließung von natürlichen Kreisläufen unter Einsatz eines Qualitätssichernden Nachweissystem (ASMS – Abfall-Stoffstrom-Management-System) ist zu erreichen wenn eine Zusammenarbeit aller im Kreislauf Beteiligten erreicht wird. Oft genug wurde die Ausdauer zur Umsetzung des festgesteckten Zieles auf einen harten Prüfstand gestellt. Die AST GmbH übernimmt heute für viele Agrarbetriebe die Dienstleistung des Management für die Einbindung des organischen Düngers Klärschlamm und Klärschlammkompost in den Düngekreislauf. Die Einbindung der jeweils vorhandenen Logistik in Agrarbetrieben bzw. Maschinenringen trägt zur Schaffung neuer Wirtschaftskreisläufe bei.
Folgende Referenten wurden eingeladen: Dr. Unger - TBV Erfurt a.D. Dr. König - TLL Jena +++ Vortrag: "Aktuelle Aspekte bei der Klärschlammverwertung" (Präsentation auf Anfrage!) Dr. Loll - Ing.-Büro Apolda +++ Vortrag: "10 Minuten Nachhaltigkeit Klärschlammverwertung" (Präsentation auf Anfrage!) Dr. Mihopulos - SÜD CHEMIE AG +++ Vortrag: "Prozesserden" (Präsentation auf Anfrage!) Herr Kreysler - UdL GbR Strausberg +++ Vortrag: "Transparenz an Hand Abfall-Stoffstrom-Management-System ASMS" Frau Dr. Steinbruch - wtb Jena +++ Vortrag: "Nachhaltiger Bodenschutz" (Präsentation auf Anfrage!) Herr Treyße - WAZV Arnstadt - und Umgebung Dr. Mönicke - LUFA Sachsen +++ Vortrag: "Die landwirtschaftliche Klärschlammverwertung" (Präsentation auf Anfrage!) Anfrage an: agrar@onlinehome.de Anschließend gab es ein Hoffest zusammen mit der AG "Drei Gleichen" in Mühlberg
10 Jahre Projektarbeit Bereich Umwelt – Management mit Thüringer Kläranlagen 10 Jahre Projektarbeit zur Schaffung von regionalen Verwertungsstrukturen und Wirtschaftskreisläufen war der Anlass einer gemeinsamen Gesprächsrunde mit Vertretern aus Kreisbauernverband, Amt für Landwirtschaft, Agrargenossenschaften, Abwasserzweckverbänden, AST Agrar – Service – Thüringen GmbH und Arbeitsgemeinschaft (ARGE) „Qualitätssicherung für organischen Dünger“ in Thüringen. Ingrid Wiese, Sprecherin der ARGE in Thüringen stellt Ergebnisse einer 10-jährigen Arbeit zum Thema Schließung von regionalen Kreisläufen, zu der auch die Rückführung des in einer Region anfallenden Klärschlammes, sowie das entwickelte Software – System zur Qualitätssicherung für den Einsatz von organischen Dünger gehört, zur Diskussion. Auf ein Ergebnis können wir durchaus stolz sein – durch den Einsatz moderner biologischer Reinigungstechnologien konnte eine durchgängige hohe Qualität des organischen Düngers Klärschlamm in Thüringen erreicht werden. Die Kriterien zum Einsatz als Dünger in der umweltgerechten und konventionellen Landwirtschaft werden im hohen Maße eingehalten. Die darin enthaltenden Nährstoffe, insbesondere Phosphor, Stickstoff, Kalk, Kalium, Schwefel und Magnesium werden unserem Boden kontrolliert wieder zugeführt. Organischer Dünger wird auf Grund immer niedrig werdender Viehbestände bald Mangelware. Dies war auch eine Aussage zur diesjährigen großen Düngemitteltagung in Pfiffelbach. Die Versauerung der Böden wird auf ca. 40 % der Thüringer Ackerflächen festgestellt. Mit einer gezielten Kalkdüngung kann diesem entgegengewirkt werden. Mit Kalk konditionierter Klärschlamm trägt dazu bei, diesen Sachstand zu verbessern. Die am Modell mitarbeitenden Agrarbetriebe und selbständigen Landwirte konnten feststellen, das durch die Einbindung des organischen Düngers Klärschlamm insbesondere bei Düngung der unterversorgten Böden (Bodenklasse A – C) die Humusbildung im Boden verbessert, wesentliche Ertragssteigerung erzielt und in den trockenen Sommermonaten der Wasserhaushalt im Boden konstanter wurde. Die neuen EU – Richtlinien fordern eine Steigerung der Landwirtschaftlichen Verwertungsquote unter Einsatz moderner Qualitätssichernder Kontrollsysteme. Diese Anforderungen werden durch Arbeit der Arbeitsgemeinschaft bereits praktisch umgesetzt. Unter dem Blickwinkel eines nachhaltigen Bodenschutzes, Einbindung von Qualitätssicherung und Düngung über Schlagbezogene Düngebilanzen bzw. guter fachlicher Düngepraxis gehört zertifizierter Klärschlamm zurück in den natürlichen Kreislauf. Ein Dankeschön für die geleistete Pionierarbeit gebührt den ansässigen Agrarbetrieben zwischen Magdala bis Bad Berka und dem Landwirtschaftsamt in Sömmerda. Ein sehr ernsthaft betriebener Erfahrungsaustausch zwischen Landwirtschaft, Behörde und regionalen Kläranlagen war ein wesentlicher Faktor zur Erreichung der heutigen Qualitätskriterien des in der Region anfallenden organischen Düngers Klärschlamm. Leider wurde beim Bau der Kläranlagen nicht darauf geachtet entsprechende Zwischenlagerkapazitäten und praxisnahe Logistiksysteme für die regionale Verwertung einzuplanen. Diese müssen jetzt unter hohem organisatorischen und finanziellen Aufwand in die Umsetzung kommen. Kurze Verwertungswege sind ein Faktor für stabile Abwassergebühren. Bei Vorhandensein dieser Lagerkapazitäten hätten viele Ärgernisse, die dieses Jahr auf Grund der Witterungsbedingten verspäteten Ernte eintraten, verhindert werden können. Alle am Projekt mitarbeitenden Kläranlagen sind bemüht durch strenge Einleiterkontrollen, maximalen Einsatz der biologischen Reinigungsstufen eine effektive Konsistenz des Endproduktes Klärschlamm zu erreichen. Die Verwertung von Sandfang- und Rechengut findet in dafür genehmigten Kompostieranlagen statt. Zukünftig wird die Zertifizierung bzw. ein Gütezeichen für das Produkt organischer Dünger Klärschlamm unabdingbar sein. Die Erlangung des Gütezeichens ist für die Anlagen des Landkreises Weimar kein Problem. Im Zuge der praktischen Umsetzung wird immer wieder festgestellt, dass das Wissensdefizit in der Öffentlichkeit unbedingt zu beheben ist. Leider sind in vielen Köpfen immer noch die Schlagzeilen der Wendezeit in Erinnerung. Durch die von der Arbeitsgemeinschaft geleistete Arbeit, zu der Klärmeister, Landwirte und Vertreter Thüringer Behörden, Umwelt – Management Büros und Kompostieranlagen gehören, ist ein hohes Maß an Qualität und Akzeptanz geschaffen worden. Inzwischen informieren sich andere Bundesländer zum Projekt, um ähnliche regionale Modelle in ihrer Region zu schaffen. Fazit ist, durch die Schaffung regionaler natürlicher Kreisläufe kann ein wesentlicher Beitrag zur Stabilisierung der Abwasserkosten geleistet werden, Arbeitsplätze im Bereich Logistik erhalten und ausgebaut sowie neue Arbeitsplätze im Bereich Umwelt – Management und Informatik geschaffen werden. Wertvolle Nährstoffe werden in den natürlichen Kreislauf zurückgeführt und nicht vernichtet. Erfreulich ist die gute Zusammenarbeit mit den verantwortlichen Mitarbeitern der BVVG in Erfurt. Hier kam der Vorschlag die Düngung von BVVG – Flächen in die von der ARGE vorgeschlagenen Netzwerkstrukturen einzubinden. Es laufen vorbereitende Gespräche mit Vertretern der Kirche um die Kirchenflächen mit in die Projektarbeit einzubinden. Einen Grund zum ausruhen gibt es nicht, die Mängel in der praktischen Umsetzung im Kreisgebiet sowie die Behebung des Wissendefizites erfordert weiter Kraft und die Zusammenarbeit aller Beteiligten. Dazu gehört jeder Bürger, der täglich seine Abwässer in das Kanalnetz einleitet.
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Heike Kuntze
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